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15-07-2010 Euro-Zone - Grünes Licht für Estlands Beitritt
  Die Finanzminister der Europäischen Union haben den Beitritt Estlands zur Euro-Zone besiegelt. Nach dem Beschluss des Ministerrats kann der Baltenstaat zum Jahreswechsel als 17. Land die Gemeinschaftswährung einführen.
Trotz Euro-Krise wächst die Währungsunion weiter: Estland kann zum 1. Januar 2011 als 17. Mitglied zur Euro-Zone stoßen. Die EU-Finanzminister gaben dafür am Dienstag, 13.07.2010 das abschließende grüne Licht, nachdem der Gipfel im Juni schon die politische Entscheidung zur Aufnahme gefällt hatte. Die EU-Kommission attestierte dem kleinen Land mit 1,3 Millionen Einwohnern bereits im Mai, fit für den Euro zu sein. In der Tat wäre Tallinn mit einem prognostizierten Defizit von 2,4 Prozent und einer Gesamtverschuldung von 9,5 Prozent des BIP in diesem Jahr mit weitem Abstand Euro-Klassenprimus und würde als einziger Staat den Stabilitätspakt einhalten. Die Inflationsrate lag in den vergangenen zwölf Monaten mit minus 0,7 Prozent weit unter dem Referenzwert von einem Prozent. EU-Währungskommissar Olli Rehn rechtfertigte die Erweiterung der Euro-Zone trotz der schweren Krise. Die Aufnahme Estlands sei "ein deutliches Signal, das die Rolle des Euro als Anker der mittelfristigen Politik untermauert". Als bislang letztes Land hatte die Slowakei 2009 den Euro eingeführt. 2014 könnten Litauen und Lettland dazustoßen. dpa
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