WV-Verlag


 

Anspruchsvolle Architektur für Wiesbaden
Die hessische Landeshauptstadt bietet neue Möglichkeiten für Wohnen, Arbeiten, Flanieren und Einkaufen

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Elegant und schön, attraktiv und lebendig, musisch und sportlich, so präsentiert sich Wiesbaden, die hessische Landeshauptstadt zwischen dem Taunus im Norden und am Ufer des Rheins im Süden, inmitten der wirtschaftlich bedeutenden Rhein-Main-Region. Wiesbaden ist eine Stadt des 18. und 19. Jahrhunderts, als die Fürsten von Nassau sie zu ihrer Residenz machten. Diese Epoche hat den Baustil der Stadt geprägt: aus dieser Zeit stammen die breiten Straßen, die weiträumigen Plätze, die Grünanlagen und repräsentativen Bauten. Im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise wenig zerstört, wurde Wiesbaden 1945 Hauptstadt des Landes Hessen, in der sich neben Behörden unter anderem zahlreiche Verlage, Versicherungen sowie Betriebe der Filmindustrie ansiedelten. Darüber hinaus spielt Wiesbaden als Kur- und Kongress-Stadt sowie als einer der bevorzugten Wohnorte der Rhein-Main-Region eine herausragende Rolle. Die lebhafte Messe- und Kongress-Stadt mit der verkehrsgünstigen Lage hat eine direkte Anbindung an den Rhein-Main-Flughafen.
Hauptpostgelände und Projekt "Liliencarré"
Die Deutsche Post AG hat 1998 ihr Frachtzentrum ins nahe Mainz-Kastel verlegt und ihr Grundstück an die HORTANA Projektentwicklung, einen Investor mit Sitz in Frankfurt am Main, verkauft. Seit dem Umzug des Postkundenzentrums am 2. Mai 2001 in das Gebäude gegenüber, steht das ehemalige Hauptpostgebäude in Wiesbaden leer. Folgende Ziele wurden für das Areal formuliert: Erstens, die Revitalisierung, bauliche und funktionale Neugestaltung und Attraktivierung dieses wichtigen innerstädtischen Bereichs zusammen mit den Flächen am Hauptbahnhof (Bahnhofsvorplatz) und Einfügen in das denkmalgeschützte städtebauliche Umfeld. Zweitens, die Schaffung von verschiedenen Flächen für Aufenthalt und Erlebnis, Verbindung von arbeiten und einkaufen. Nachdem klar war, dass ein erstes Konzept nicht realisiert würde, haben die HORTANA Projektentwicklung zur Lösung der schwierigen Aufgabe mit dem neuen Partner Multi Development Corporation Deutschland GmbH aus Düsseldorf und der Landeshauptstadt Wiesbaden im Februar 2001 einen Workshop zur Neugestaltung des Hauptpostgeländes mit fünf auf diesem Gebiet europaweit erfahrenen Architekturbüros durchgeführt. Der Entwurf des Büros Ortner & Ortner aus Wien überzeugte in allen wichtigen Punkten und soll zur Bebauung und Erschließung des Geländes weiterentwickelt werden. Neben einem zweigeschossigen, ovalen Einkaufszentrum mit einer Glaskuppel sollen Büroflächen und ein 3-Sterne-Hotel mit 250 Betten entstehen. Zur Vermeidung zusätzlicher Verkehrsbelastungen entsteht nördlich der Fischerstraße eine neue Straße mit Anschluss an die Biebricher Allee und Zufahrt zur 2-geschossigen Tiefgarage. Diese Straße ist flankiert von Bürogebäuden, als Lärmschutz für das südlich angrenzende Wohnviertel. Der Platz zwischen Bahnhof und Einkaufszentrum wird verkehrsfrei und soll mit dem Bahnhofsvorplatz als Aufenthaltsbereich für Fußgänger neu gestaltet werden. Bürogebäude und Tiefgarage werden vom Büro Kramm und Striegl, Darmstadt, entwickelt, das Gesamtkonzept vom Büro Ortner & Ortner. Zur Umsetzung des Konzeptes erfolgte die Änderung und Auslegung des Bebauungsplans "Hauptpost" mit den Gutachten und dem Entwurf des städtebaulichen Vertrages zwischen Stadt und Investor. Nach Abschluss der öffentlichen Auslegung im Januar 2002 sind die weiteren Ausarbeitungen und Details zur Gestaltung der Bebauung erfolgt. Diese wurden in einer Bürgerversammlung im Februar 2002 vorgestellt. Parallel hierzu sind die erforderlichen Verhandlungen zur Gestaltung des Bahnhofvorplatzes mit der Bahn AG erfolgt. Zunächst soll ab Juli 2002 der Abriss erfolgen, so dass noch 2002 mit den Baumaßnahmen begonnen und bis 2004 das Vorhaben abgeschlossen werden kann.
Wettbewerb "Hessischer Landtag"
Das bestehende Plenarsaalgebäude des Hessischen Landtages entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, weder bezüglich der Arbeitsbedingungen für die Abgeordneten noch der Repräsentationswünsche des Landtags. Daher soll das bestehende Bauwerk aus den 60er-Jahren durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden. Zur Realisierung dieses Vorhabens wurde im Herbst 2001 ein EU-weiter Architektenwettbewerb durchgeführt. Der erste Preis ging an das Architekturbüro Waechter und Waechter aus Darmstadt. Um den vorliegenden Entwurf planungsrechtlich abzusichern, hat die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden am 27. September 2001 die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Die direkte Nachbarschaft wurde im Anschluss an das Preisgericht vom Bauherrn zu einer Informationsveranstaltung in den Landtag eingeladen und über das Ergebnis des Architektenwettbewerbs informiert. Aussagen über Baubeginn, voraussichtliche Bauzeiten etc. können erst gemacht werden, wenn konkrete Baupläne vorliegen.
Areal am ehemaligen Güterbahnhof West
Die städtebauliche Entwicklung auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhof West geht in die Richtung "Wohnquartier statt Güterverkehr". Jahrzehntelang wartete die Branche auf eine Belebung. Jetzt kann in naher Zukunft ein durchgrüntes Wohngebiet für ca. 900 Wohnungen und Wohnhäuser entstehen. Bei einer Größe des Areals von 22 ha werden 25 Prozent öffentliche Grünfläche sein, dazu kommen dann noch die privaten Grün- und Freiflächen. In einem intensiven Beteiligungs- und Abstimmungsprozess hat das Stadtplanungsamt die unterschiedlichen Anforderungen in eine städtebauliche Rahmenplanung umgesetzt. So wurden neben den Erkenntnissen aus dem Ortsbeirat, insbesondere die Ergebnisse der Agenda Workshops weitgehend integriert. Herausgekommen ist ein neues Wohnquartier, in dem sich unterschiedliche Bereiche entwickeln, wo auch Doppelhäuser ihren Platz finden werden. Für den Stadtentwicklungsdezernenten Joachim Pös zeigen schon die "Entreés" in das Gebiet und die zentrale Baumallee als Rückgrat, den anspruchsvollen Charakter dieses neuen Gebietes. Ein Platz - die Neue Mitte - als Dreh- und Angelpunkt des Wohnquartiers, er wird umrahmt sein von Geschäften zur Nahversorgung. Hier liegt auch die neue, vierzügige Grundschule, die auf ausdrücklichen Wunsch des Ortsbeirates bereits im ersten Bauabschnitt realisiert wird. Die Rahmenplanung wurde in die Gremien eingebracht, als Grundlage für einen Bebauungsplan. Der Beschluss soll noch vor der Sommerpause gefasst werden, zeigt sich Pös optimistisch. Verfahrensbegleitende Wettbewerbe, die die hochgesteckten Ansprüche an das neue Quartier sicherstellen, werden dann für die Ausgestaltung der großzügigen Grünfläche zwischen dem neuen Wohnquartier und dem Belzbachtal für die neue Schule und zum Thema zukunftsweisende Wohnformen durchgeführt.
Gewerbegebiet "Am alten Wiesbadener Weg"
In Wiesbaden wird an neuen Technologien gearbeitet, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu gewährleisten. Hinzu kommt die Nachbarschaft zu vielen Forschungseinrichtungen der Informations-, Kommunikations- sowie der Medizintechnik. Hier wird durch namhafte Unternehmen Grundlagenforschung für das große Kundenpotential nicht nur im Rhein-Main-Gebiet betrieben. 743 High-Tech-Firmen sind in Wiesbaden ansässig. Sie sind nicht zuletzt Auslöser dafür, dass die Stadt gerade für diesen Bereich das Gewerbegebiet mit 21,8 ha in Wiesbaden-Delkenheim ausgewiesen hat. Zukunftsorientierte Unternehmen mit hoher Wertschöpfung und bereits dort ansässige Betriebe finden im erweiterten Gewerbegebiet "Am alten Wiesbadener Weg" einen idealen Platz zum Arbeiten. Die baureifen Grundstücke stehen ab 2003 zur Verfügung. Es sind ca. 11 Grundstücke zwischen 1.000 und 15.000 m² Größe verfügbar.
Hafen-Stadt in Schierstein
Ehemalige Produktionsgebiete, verwaiste Güterbahnhöfe oder verlassene Militärflächen bieten aufgrund der nicht vermehrbaren Ressource "Boden" große Chancen für eine städtebauliche Entwicklung. Eine solche Liegenschaft ist das ehemalige, ca. 1,5 ha große Kasernengelände der Flusspioniere am Schiersteiner Hafen, das von der SEG Wiesbaden mbH, einer Beteiligungsgesellschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden, im Oktober 2000 erworben und baureif gemacht wurde, um dort Wohnen und Arbeiten am Wasser zu realisieren. Die Wohnbebauung mit den drei- bis viergeschossigen Häusern bildet den räumlichen Abschluss zur Saarbrücker Allee. Das vielfältige Angebot: kleinere und größere Wohnungen, moderne Lofts. Die Häuser sind so angeordnet, dass von jedem Haus der Blick aufs Wasser möglich ist. Im östlichen Bereich Richtung Biebrich wird das neue Wohngebiet abgeschlossen durch ein attraktives Bürogebäude, das mit dem Thema "Arbeiten am Wasser" wirbt. Mit der Baufertigstellung ist nach derzeitiger Berechnung im Frühjahr 2004 zu rechnen, wobei erste Wohnungen bereits Ende 2003 bezugsfertig sein sollen.
Gewerbegebiet Petersweg-Ost, Kastel
Die Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Strukturierung sind im Petersweg-Ost in idealer Weise gegeben. Es wird Bauflächen für gewerbliche Nutzung, für Technologie und Dienstleister geben. Mit einer Gesamtfläche von ca. 84 ha (Baufläche ca. 54 ha, Grünflächen ca. 20 ha) bietet das neue Gewerbegebiet Petersweg-Ost eine hervorragende Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wiesbaden. Ziel ist es, die Bebauung ab 2004 zu ermöglichen. Der neue Verkehrsanschluss wird als Boulevard gestaltet und verbindet Petersweg-Ost und Petersweg-West direkt mit der Boelckestraße. Die Boelckestraße, der direkte Zubringer zur Autobahn, wird vierspurig ausgebaut.
Abraham Lincoln Park
Das seit Frühjahr 2002 bezugsfertige CSC Business Center Rhein-Main wurde die neue Heimat von rund 2.000 Arbeitsplätzen der CSC Ploenzke AG, die acht Standorte im Rhein-Main-Gebiet hier zusammenfasst. Die Gebäude, von dem Wiesbadener Projektentwickler Köllmann konzipiert und im Eigentum der DGI, liegen an einer der bedeutensten Einfallstraßen der Stadt. Die anspruchsvolle Architektur setzt städtebauliche Zeichen und unterstreicht Wiesbadens Anspruch, hochwertiger Wirtschaftsstandort bei noch moderaten Grundstücks- und damit Mietpreisen zu sein. Im insgesamt 85.000 m² (BGF) großen Abraham Lincoln Park, der zurzeit von der Köllmann AG zum modernsten Büropark Wiesbadens entwickelt wird, hat sich das prosperierende Unternehmen CSC Ploenzke AG außerdem bereits die Option auf das Nachbargrundstück Nr. 2 gesichert. Insgesamt soll der Abraham Lincoln Park sechs Gebäudekomplexe umfassen, die in einer ansprechenden Parklandschaft zukünftigen Nutzern ein repräsentatives Umfeld mit ausreichenden Freiflächen und Aufenthaltszonen bietet. Im Abraham Lincoln Park wird zur Abrundung des Angebotes auch ein Business Hotel mit ca. 150 Zimmern, Restaurant, Konferenz- und Wellnessbereich entstehen.
Wiesbaden - Große pläne für das ehemalige Hauptpostgelände Wiesbaden und das Projekt
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